15. September 2020 / 21:09
Autor:  Uwe Hegewald

Wo das Herz der Brandschutzerziehung schlägt

Ohne Olaf läuft nichts!

Mussten einst kühne Ritter feuerspeiende Drachen in wasserführende Schluchten treiben, kann die Feuerwehrgilde heute auf gut ausgerüstete Einsatzfahrzeuge zurückgreifen. Im Rahmen des 24. Drachenfestes bestand die Möglichkeit, ein solches Fahrzeug genauer unter die Lupe zu nehmen.

Feuerwehrleute aus Wormlage, Saalhausen & Co. haben an beiden Veranstaltungstagen jeweils ab 14:30 Uhr zur Präsentation auf den Vorplatz von Automobile Rauhut geladen. „Mit Aktionen dieser Art wollen wir insbesondere auch Kinder und Jugendliche an das Thema Brandschutz heranführen und generelles Interesse für die Freiwillige Feuerwehr (FF) wecken“, sagt Olaf Schulz. „Umso besser, wenn sich dadurch Mädchen und Jungen für ein Mitwirken in unseren Nachwuchsfeuerwehren gewinnen lassen“, so der Ortswehrführer der FF Großräschen Nord.

Die Feuerwehr, die im Frühjahr mit der Kita Kunterbunt in ein gemeinsames Projekt mit regelmäßigen Besuchen eingestiegen ist. „Bedauerlicherweise mussten wir die Aktion mit Eintritt der Corona-Pandemie vorerst auf Eis legen“, bedauert Olaf Schulz. Es gäbe jedoch einen einstimmigen O-Ton, die Zusammenarbeit mit den „Kunterbunten Löschzwergen“ fortzusetzen. Für den 1. Hauptbrandmeister ist dieses Projekt ein weiterer Mosaikstein auf dem Gesamtgebilde Brandschutzerziehung. Olaf Schulz ist Sprecher des Fachausschusses Brandschutzerziehung im Kreisfeuerwehrverband Oberspreewald-Lausitz, der kürzlich in Altdöbern den 4. Kinderbrandschutztag ausgerichtet hat. 14 Einrichtungen zwischen Ruhland und Raddusch folgten der Einladung zur Veranstaltung rund um das Thema Feuerwehr, vorbeugendem Brandschutz und dem richtigen Verhalten in Gefahrensituationen.

Mit erkennbaren Stolz berichtet Olaf Schulz, dass sich unter den 200 Zöglingen 46 Mädchen und Jungen aus drei Großräschener Kitas befunden hätten. Das ist knapp ein Viertel der Komplettteilnehmerzahl – und das bei Städten mit so klangvollen Namen wie Senftenberg, Schwarzheide, Ortrand, aber auch Lübbenau, Vetschau oder Calau. „Es ist wichtig, frühzeitig mit der Brandschutzerziehung anzufangen. Um die Zukunft dieser Veranstaltung und deren Format ist mir nicht bange“, stellte Sebastian Lehmann bei seiner ausgedehnten Stippvisite in Altdöbern klar. Symbolisch zog der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes OSL die Dienstmütze vor den Fachausschuss Brandschutzerziehung um Olaf Schulz. „Einige Stationsbetreuer haben sich für den Tag Urlaub genommen oder Freizeit geopfert. In der heutigen Zeit ist das nicht selbstverständlich“, so Lehmann, der Großräschen eine sehr aufgeschlossene Mitarbeit attestiert.

Unvergessen bleiben die Kurse des Berliner Künstlers und Dozenten Kain Karawahn im FKTZ - dem Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Technischen Zentrum in Großräschen. Dort hat der bundesweit tätige Lehrmeister ausgewiesenen Pädagogen Fachwissen vermittelt, wie diese Kindern den Umgang mit Feuer vermitteln. „Die Workshops gibt es immer noch. Bei Bedarf können wir Kontakte zu Kain Karawahn vermitteln“, teilt Olaf Schulz mit.

 

 

Fotos: U. Hegewald